Info: Die Deutsche Bundesbank ist, als bundesunmittelbare
juristische Person des öffentlichen Rechts, die Zentralbank der
Bundesrepublik Deutschland. Sie ist eine mittelbare öffentliche
Verwaltung. Sie hat ihren Sitz in Frankfurt am Main und ist Teil des
Europäischen Systems der Zentralbanken.
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Online Artikel zum Thema:
Wer braucht denn noch die Bundesbank ?
(Die Welt)
Über Jahrzehnte gab sie den Deutschen Sicherheit. Die Bundesbank
wird heute 50 Jahre alt. Gefeiert wird dies nicht. Die einst
mächtigste Währungsbehörde Europas muss inzwischen hinten anstehen
und kämpft um ihre noch verbliebenen Aufgaben.
Es wird an diesem Mittwoch keine Feier geben. Am Mittwoch nicht und
an überhaupt keinem Tag in dieser Woche. Dabei wird die Bundesbank
am 1. August 50 Jahre alt. Dass die 11 000 Zentralbanker dennoch ins
Büro gehen werden wie an jedem anderen Tag auch, liegt unter anderem
daran, dass Bundeskanzlerin Angela Merkel keine Zeit hatte. Der
offizielle Festakt mit Dankesreden und Empfängen wird Mitte
September nachgeholt.
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Die Geschichte der Bundesbank
Die Geschichte der Deutschen Bundesbank ist eng mit der
Währungsgeschichte Deutschlands nach Ende des Zweiten Weltkriegs
verbunden. Angesichts der völligen Zerrüttung der deutschen Währung
nach dem Krieg wurde eine Währungsreform erforderlich. Dabei trat in
den westlichen Besatzungszonen einschließlich West-Berlins am 21.
Juni 1948 die Deutsche Mark an die Stelle der praktisch wertlosen
Reichsmark. Die Währungsreform basierte auf Gesetzen der alliierten
Militärregierung. Zur Vorbereitung errichteten die Westmächte in
ihren Besatzungszonen ein neues, zweistufiges Zentralbanksystem, das
in seinem streng föderativen Aufbau das Federal Reserve System der
Vereinigten Staaten von Amerika (USA) zum Vorbild hatte. Es bestand
aus den rechtlich selbständigen Landeszentralbanken in den einzelnen
Ländern der westlichen Besatzungszonen und der am 1. März 1948
gegründeten Bank deutscher Länder in Frankfurt am Main. Die
Landeszentralbanken fungierten in ihren Bereichen als Zentralbanken.
Die Bank deutscher Länder, deren Grundkapital bei den
Landeszentralbanken lag, war für die Notenausgabe, die Koordinierung
der Politik und für bestimmte zentrale Aufgaben – darunter auch die
Devisenbewirtschaftung – zuständig. Oberstes Organ des zweistufigen
Zentralbanksystems war der bei der Bank deutscher Länder
eingerichtete Zentralbankrat. Er bestand aus seinem Präsidenten, den
Präsidenten der Landeszentralbanken und dem Präsidenten des
Direktoriums der Bank deutscher Länder. Der Zentralbankrat bestimmte
insbesondere die Diskontpolitik und die neu eingeführte
Mindestreservepolitik. Er stellte ferner Richtlinien für die
Offenmarktpolitik und die Kreditvergabe auf.
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Götter aus Schlagsahne
(Die Süddeutsche)
Die Bundesbank hat immer noch nicht ganz überwunden, dass der Euro
die Mark verdrängt hat - jetzt wird sie 50 Jahre alt.
Axel Weber erklärt in diesen Tagen immer wieder, warum man die
Bundesbank auch nach 50 Jahren noch braucht.
Also sagt der Präsident der Bundesbank, sein Haus versorge die
Bevölkerung mit Bargeld und stelle sicher, dass die Deutschen an
ihre Scheine und Münzen kommen; auch die Zahlung per Computer sei
ohne die Bundesbank undenkbar; die Kontrolle der Kreditinstitute
brauche ebenfalls viel Personal und Zeit; und die Volkswirte seines
Hauses müssten sich zudem ein genaues Bild von der Konjunktur und
der Stabilität der Finanzmärkte machen.
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